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Wege ebnen - Workshops im Rahmen der
5. Dattelner Kinderschmerztage
Datteln, 27. Januar 2009. „Mir brummt der Schädel!“ Mit dieser Aussage kann jeder Arzt in Deutschland etwas anfangen. Aber was bedeutet es, wenn ein türkischer Patient sagt „Ich habe mir den Kopf erkältet“? Ist er erkältet? Hat er Kopfschmerzen?
Nein – im Türkischen wird diese Formulierung für die Beschreibung eines psychischen Zustandes verwendet. Der erkältete Kopf bedeutet nichts anderes als: „Ich bin verwirrt, ich drehe gleich durch.“ Der Frage, wie religiöse und kulturelle Unterschiede das Gesundheits- und Krankheitsverhalten beeinflussen, geht während der 5. Dattelner Kinderschmerztage ein Symposium unter der Leitung des Dattelner Neuropädiaters Prof. Dr. Fuat Aksu und der Vorsitzenden des Stiftungsrates der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, Ursula Monheim MdL, nach. Nicht nur sprachliche, sondern kulturelle Verschiedenheiten sind es, die gerade in Gesprächen über Schmerz, Krankheit und Tod zu Missverständnissen führen und den Betroffenen den Umgang mit der Situation zusätzlich erschweren. Umso wichtiger ist es für die Behandelnden, sich mit dieser Problematik auseinander zu setzen.
Das Symposium „Transkulturelle pädiatrische Palliativversorgung: Besonderheiten am Beginn und Ende des Lebens“ findet am Samstag, dem 7. Februar in der Zeit von 10.30 bis 13 Uhr im „Kassiopeia“-Saal des Ruhrfestspielhauses Recklinghausen statt. Die Sonderveranstaltung steht allen Interessierten offen, die Teilnahme ist kostenlos.
In Zeiten knapper Kassen und gekürzter Sozialleistungen gewinnt das Thema „Fundraising“ für soziale Einrichtungen an Bedeutung. Einen Workshop zur Gewinnung und Betreuung von Sponsoren veranstaltet im Rahmen der Dattelner Kinderschmerztage die Irmgard Nolte, Geschäftsführerin der Agentur „neues.handeln“. Nolte kann auf 15 Jahre Erfahrung im Bereich Sozialmarketing/ Fundraising und Kommunikation zurückblicken und betreut unter anderem prominente Kunden wie die Aktion Mensch, die Bischöfliche Aktion Adveniat oder die Deutsche Welthungerhilfe. Der Workshop „Fundraising“ findet am Donnerstag, dem 5. Februar von 10.30 bis 17.30 Uhr im Raum „Mars“ des Ruhrfestspielhauses statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 120 Euro.
Anmeldungen zu den oben beschriebenen Veranstaltungen oder zum Kongress nimmt Wilma Henkel von der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln gerne entgegen: Tel. 02363 975-179, Fax 02363 975-181 oder per E-Mail: w.henkel(at)kinderklinik-datteln.de
Die 5. Dattelner Kinderschmerztage werden vom Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie und pädiatrische Palliativmediziner ausgerichtet. Das Team um den Dattelner Kinderschmerzmediziner PD Dr. Boris Zernikow organisiert den Kongress alle zwei Jahre. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Dialog von Menschen unterschiedlicher Professionen, die nach neuen Wegen in der Betreuung von Kindern mit Schmerzen oder lebenslimitierenden Krankheiten suchen. Das Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln wurde 2002 vom jetzigen Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Boris Zernikow gegründet. Im Vodafone Stiftungsinstitut arbeitet ein multiprofessionelles Team aus Kinderärzten, Kinderpsychologen und Pflegekräften. Schwerpunkt der Arbeit ist die ambulante und stationäre Versorgung von Kindern mit chronischen Schmerzen oder lebensverkürzenden Erkrankungen. Jedes Jahr werden 1200 Kinder ambulant und 150 Kinder stationär behandelt – 80 Prozent der Kinder mit chronischen Schmerzen kann durch diese intensive Therapie dauerhaft geholfen werden. Weitere Arbeitsfelder des Vodafone Stiftungsinstituts sind Forschung, Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Vodafone Stiftung Deutschland investiert in das Stiftungsinstitut jährlich 600.000 Euro mit dem Ziel, zum Wohle der betroffenen Kinder ein international renommiertes Kompetenzzentrum für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativversorgung langfristig zu etablieren. Darüber hinaus finanziert die Vodafone Stiftung den weltweit ersten Lehrstuhl für Kinderpalliativmedizin an der Universität Witten/Herdecke.
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